Katzenkralle - die Heilpflanze aus dem Dschungel

Aktualisiert: 23. Feb.

Vielleicht kennt ihr Katzenkrallentee bereits? Klingt merkwürdig, ist aber sehr gesund. Die Katzenkralle (Uncaria tomentosa), Uña de Gato, wird von den indigenen Völkern Südamerikas wie den Asháninca, Casibo und Conibo, die noch heute in und mit den Regenwäldern leben, bereits seit Jahrtausenden auf Grund ihrer Wirkung als heilige Pflanze verehrt. Die Medizinmänner nutzen die Katzenkralle, um Störungen in der Kommunikation zwischen Körper und Geist zu beseitigen. In Europa gilt die Heilpflanze noch als Geheimtipp.


Laut Schätzungen der Weltnaturschutzorganisation ( IUCN ) werden in der Heilkunde weltweit zwischen 50.000 und 70.000 Pflanzenarten genutzt. In den Regenwäldern gedeihen mehr Heilpflanzen als in jeder anderen Region auf unserer Erde. Einer südamerikanischen Studie zufolge kommen allein in der traditionellen Medizin Perus 1.400 Pflanzenarten zum Einsatz. Dazu gehört auch die Katzenkralle, die im Amazonasgebiet, etwa in Peru, Bolivien, Brasilien und Kolumbien, weit verbreitet ist.


Bei der Katzenkralle handelt es sich um eine Liane, die zur Familie der Rötegewächse gehört. Sie gedeiht in den Regen- und Nebelwäldern auf feuchten und schattigen Böden. Die Stämme, die sich bis ins Blätterdach ihrer Trägerbäume in schwindelerregende Höhen schlängeln, sind etwa 30 cm dick und können eine Länge von 100 m erreichen. In den Blattachseln finden sich scharfe, leicht gebogene Dornen, die an Katzenkrallen erinnern und für die Namensgebung verantwortlich sind. Von den Einheimischen wird die Liane auch "Villcaccora" genannt, was "heilige Pflanze" bedeutet.


Es ist wichtig zu wissen, dass die Uncaria tomentosa nicht die einzige Pflanze ist, die als Katzenkralle bezeichnet wird. So etwa die Uncaria guianensis. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Liane derselben Gattung, die in Südamerika heimisch ist und als Heilmittel Anwendung findet. Laut einer brasilianischen Studie aus dem Jahr 2016 unterscheiden sich die beiden Pflanzen zwar in puncto Aussehen und Inhaltsstoffzusammensetzung, werden aber von den Völkern Amazoniens mehr oder weniger bei denselben Leiden wie etwa Diabetes und Krebs angewandt. Doch wird die Uncaria tomentosa schon seit längerer Zeit wissenschaftlich untersucht, es gibt mehr Studien und sie wird intensiver vermarktet. Aber immer häufiger kommt inzwischen auch die Uncaria guianensis unter dem Namen Katzenkralle in Form von Extrakten oder Pulver in den Handel, da sie doch einiges günstiger ist. Verbraucher lesen den Begriff Katzenkralle und sind überzeugt davon, dass es sich um die von ihnen gewünschte Uncaria tomentosa handelt. Aus diesem Grunde ist es klug, falls angegeben, auf den lateinischen Namen zu achten.


Hinweis: Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wird oftmals wegen der ähnlichen Bezeichnung mit der Katzenkralle verwechselt. Auch die Teufelskralle ist eine Heilpflanze. Sie stammt allerdings aus Afrika, wird bei Verdauungsbeschwerden angewandt und ist mit der Katzenkralle keineswegs verwandt.


In der traditionellen Medizin im Amazonasgebiet spielt die Katzenkralle nach wie vor eine zentrale Rolle. Die Medizinmänner nutzen praktisch jeden Teil von der Heilpflanze, also:

  1. ganze Wurzeln

  2. Wurzelrinde

  3. Stammrinde

  4. Blätter

  5. Dornen

  6. Blüten

Welche Pflanzenteile zur Anwendung kommen, hängt von der jeweiligen Erkrankung ab. Der ganzen Wurzel wird die stärkste Heilkraft zugeschrieben. Sie wird deshalb nur bei Bedarf verwendet, da durch die Ernte die Pflanze sehr leidet bzw. stirbt.

In Europa werden hingegen fast nur Extrakte in Form von Kapseln, Tropfen oder Tabletten angeboten, die aus der Stamm- oder Wurzelrinde gewonnen werden. Achtet beim Kauf darauf, dass es sich um die Wurzel bzw. Wurzelrinde handelt, da die Stammrinde am wenigsten Wirkstoffe enthält.


Angewendet wird die Pflanze bei folgenden Beschwerden:

  1. Asthma

  2. Arthritis

  3. Dermatitis

  4. Diabetes

  5. Durchfall

  6. Entzündungen (z. B. Blasenentzündung)

  7. Gastritis

  8. unregelmässigen Menstruationszyklen

  9. geschwächtem Immunsystem

  10. viralen Erkrankungen

  11. Geschwüren sowie bös- und gutartigen Tumoren


Lange Zeit blieb die Katzenkralle ein Geheimnis der indigenen Völker. Beschrieben wurde sie erstmals im 18. Jahrhundert. Doch erst im 20. Jahrhundert wurde die Katzenkralle der westlichen Medizin zugänglich gemacht. Nämlich als ein Heiler einem Teilnehmer einer pharmazeutischen Andenexpedition die Pflanze überreichte.

In den 1930er Jahren erschienen die ersten medizinischen Berichte. Peru und die USA begannen in den 1970er Jahren mit der Untersuchung der Inhaltsstoffe, der Patententwicklung und der Kommerzialisierung der Katzenkralle, Brasilien im Jahr 2000. Eigentlich klingt es absurd, dass für Heilpflanzen Patente ausgestellt werden können, zumal indigene Völker seit Jahrtausenden um deren gesundheitsfördernde Wirkung Bescheid wissen. Trotzdem kommt es vor, dass sich Konzerne durch die Patentierung traditionelles Wissen aneignen. Man spricht in diesem Sinne von Biopiraterie.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannte die Katzenkralle in den 1990er Jahren als traditionelle Heilpflanze an. Im Laufe der Zeit konnte auch durch Studien bestätigt werden, dass die Katzenkralle u. a. folgende Wirkungen hat:

  1. antioxidativ (gegen freie Radikale)

  2. antiinflammatorisch (gegen Entzündungen)

  3. immunmodulierend (stärkend bei Immunschwäche, regulierend bei Überreaktionen des Immunsystems)

  4. schmerzlindernd

  5. antiödematös (gegen Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, also Ödeme)

  6. antitumorös (gegen Krebs)

  7. antiviral (gegen Viren)

  8. cholesterinsenkend

Die heilende Wirkung der Katzenkralle beruht auf einer ganzen Reihe von Inhaltsstoffen. Oxindolalkaloide wie Pteropodin und Mitraphillin zählen zu den wichtigsten Wirkstoffen und sind aus medizinischer Sicht in erster Linie für die Stärkung des Immunsystems verantwortlich. Studien haben u. a. gezeigt, dass durch Einnahme der Katzenkralle in Hinblick auf die für die Infektabwehr verantwortlichen weißen Blutkörperchen niedrige Werte erhöht und zu hohe Werte gesenkt werden.

Oft ist zu vernehmen, dass sich Oxindolalkaloide in erster Linie in der Stammrinde verbergen, Analysen zufolge sind sie aber vordergründig in den Blüten (2 Prozent), in den Blättern (1,6 Prozent) und in den Wurzeln (1 Prozent) verteilt. In der Stammrinde liegt die Konzentration nur bei 0,5 Prozent und in den Dornenzweigen bei 0,3 Prozent. Der Gehalt an Oxindolalkaloiden in den verschiedenen Pflanzenteilen variiert aber stark und ist von vielen Faktoren wie von der jeweiligen Pflanze, dem Alter der Pflanze und der Jahreszeit abhängig


Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Pflanze ein echtes Wundermittel ist und ein guter Tipp für eure Gesundheit. Ich selber hatte einige Zeit lang häufig mit Herpes zu tun, gerade in Stresszeiten. Aus diesem Grund bin ich vor gut 1,5 Jahren mit der Pflanze vertraut geworden und habe mir Katzenkrallentee gekauft. Er ist intensiv im Geschmack und im ersten Moment erschreckt man sich, weil er so kräftig ist. Aber ich habe mir angewöhnt mehrere Tassen am Tag zu trinken und habe seitdem keine Probleme oder nur selten mit Herpes. Und kommt es wieder zu Ausbrüchen beginne ich schon bei den ersten Anzeichen mit meiner Teetherapie. Daher kann ich es jedem nur empfehlen.






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