Gewürznelken und ihre Heilkraft

Passend zur so langsam beginnenden Weihnachtszeit ein Beitrag über ein Gewürz mit einem der stärksten Antioxidantien - die Nelken. Sie gehören einfach in Punsch, Glühwein, Lebkuchen, aber auch Saucen und Gemüsegerichten. Bei Zahnschmerzen hilft es Nelken zu kauen und auch für das Immunsystem sind Nelken ein echter Booster.


Wusstet ihr, dass...: Die getrocknete Blüte des Gewürznelkenbaums stammt ursprünglich von der indonesischen Pazifikinsel Molukken. Chinesische Ärzte verordneten bereits im 3. Jh. die Nelke zur Heilung von Krankheiten. 2010 wurde die Gewürznelke zur Heilpflanze des Jahres ernannt.


Sie ist ein echtes Wundermittel und hilft wie geschrieben bei Zahnschmerzen. In Indonesien wird die als Salbe sogar zur Betäubung vor Zahnbehandlungen verabreicht. Gerade bei Kindern sehr hilfreich, da klassische Mittel wie Benzocain immer Nebenwirkungen haben und für Kinder unter 2 Jahren bereits verboten wurden. Der Einsatz des Mittels führte bei Kleinkindern zu einer erhöhten Konzentration von Methämoglobin, was tödlich ist. Nelkenextrakt hilft aber auch bei dem gefürchteten Kater am Morgen. Die Gabe sorgte dafür, dass Acetaldehyd viel schneller aus dem Blut abgebaut werden konnte.


Der Inhaltsstoff Eugenol ist stark desinfizierend, weshalb sie auch bei Entzündungen eingesetzt werden wie z. B. eine Helicobacter-Besiedlung des Magens. Viele glauben, dass Parasiten beim Menschen äußerst selten sind und irrelevant. Doch weit gefehlt! Denn ein Drittel der Menschheit ist nachweislich mit einem oder mehreren Wurmparasiten infiziert. Dazu gesellt sich eine hohe Dunkelziffer, denn oft wird der Parasitenbefall gar nicht erst erkannt und die Schmarotzer sind schwer nachzuweisen.

In früheren Zeiten war den Menschen klar, welche Gefahr von Parasiten ausgeht, weshalb es auch sehr viele traditionelle Heilmittel dagegen gibt. Dazu zählen z. B. der Wermut (Artemisia absinthium L.), die Schwarznuss (Juglans nigra) und auch die Gewürznelke.


Genau diese Heilmittel empfahl beispielsweise die Physiologin und Zoologin Dr. Hulda Clark in Form von Tinkturen anzuwenden – auch vorbeugend 2-mal jährlich für jeweils 12 Tage – um gegen Darmparasiten vorzugehen. Nach Clarks Programm nimmt man jeweils 20 Tropfen der Tinkturen 3-mal am Tag vor den Hauptmahlzeiten in etwas Wasser ein. Im Zuge der Parasitenkur von Clark ist Flohsamenschalenpulver ein guter Helfer, um den Darm gründlich zu reinigen. Nehmt hierbei 2-mal täglich 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit 1 gestrichener TL Flohsamenschalenpulver ein und trinkt pro Einnahme ein großes Glas Wasser (250 – 400 ml – besser mehr als zu wenig).


In Aromatherapie und Naturheilkunde kommt auch das ätherische Gewürznelkenöl zum Einsatz. Dieses wird äusserlich zur Schmerzlinderung und zur Förderung der Heilung angewandt. Zu den Hauptbestandteilen des ätherischen Öls zählen sekundäre Pflanzenstoffe, wie Carvacrol, Thymol, Eugenol und Zimtaldehyd. Laut einer tunesischen Studie wirkt das ätherische Gewürznelkenöl u. a. antioxidativ, entzündungshemmend, antimikrobiell, insektenabweisend und anästhetisch (betäubend/schmerzausschaltend). Da ätherisches Nelkenöl bei Säuglingen und Kleinkindern zu Verkrampfungen des Kehlkopfs und Atemstörungen führen können, sollte hier von einer innerlichen Anwendung abgesehen werden. Erwachsene können das Öl verdünnt einnehmen. Es wird empfohlen, nicht mehr als einen Tropfen pro Tag in ein Glas Wasser zu geben und zu trinken. Da Nelkenöl Wehen auslösen kann, sollte es in der Schwangerschaft nicht verwendet werden.


Gewürznelken kommen in der Volksheilkunde häufig bei der natürlichen Bekämpfung von Pilzen, Viren und Bakterien zum Einsatz, z. B. gegen Candida (Hefepilze) oder Aspergillus (Schimmelpilze). Laborstudien haben immerhin schon gezeigt, dass Gewürznelkenöl äußerlich angewandt bei Scheidenpilzinfekten, Hepatitis-C- und Herpes-simplex-Viren Wirkung zeigt.


Also ihr seht, die Gewürznelke kann weitaus mehr als nur Süßspeisen, Geträne und Gemüsegerichte zu verfeinern. Sie ist in der Naturheilkunde nicht wegzudenken und lindert viele Beschwerden. Vielleicht versucht auch ihr mal Nelkentinktur oder -Öl zur Behandlung kleinerer Leiden bevor ihr sofort mit Medikamenten beginnt. Denn vergesst nicht, jedes Medikament bürgt eben auch Nebenwirkungen, was natürliche Mittel nicht haben. Selbstverständlich stelle ich hier nicht die Expertise eines Arztes in Frage. Leider nur feht oft das naturheilkundliche Wissen. Seid ihr euch unsicher, sprecht doch einmal ein solches Alternativbehandlungskonzept mit eurem Arzt ab.
















5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen