Ertrinken - ein stiller Tod

Da ich an den wunderschönen heißen Tagen viel am Wasser war, konnte ich beobachten wie leichtsinnig doch einige im See sind. Dabei sollte man die Gefahren nicht unterschätzen und im Zweifel lieber voreilig eingreifen als zu spät. Hier noch der Hinweis: Rettet niemals jemanden ohne Hilfsmittel aus tieferem Wasser. Wenn Panik aufkommt, bringt ihr euch selber in Gefahr. Immer Hilfe dazu holen.


Wenn es ums Ertrinken geht, denken viele sofort an Kinder. Das stimmt natürlich auch, aber die meisten Opfer sind Erwachsene, die still und leise untergehen. Warum ist das so? Zum einen werden die eigenen Kräfte überschätzt. Es gilt: Schwimm nur soweit wie du es auch zurück schaffst. Zum anderen wird die Kälte unterschätzt, die dem Körper zusätzlich Energie kostet. Ist das Wasser unter 30 Grad kalt, dann muss der Körper sehr viel arbeiten, um die Temperatur zu halten (Wir zittern).


Woran erkennt man nun einen Ertrinkenden? Im Gegensatz zu Filmen schreien Ertrinkende nicht oder fuchteln wild mit den Armen. Das liegt daran, dass wir beim Ertrinken gar nicht merken, dass wir erschöpft und unterkühlt sind. Würde man jemanden, der am Ertrinken ist fragen, ob alles gut ist, würde er "ja" sagen. Wir spüren die Unterkühlung nicht mehr. Wenn unser Körper dann nicht mehr kann, dann ist es zu spät. Wir verlieren die Orientierung, weshalb es passieren kann, dass wir uns noch weiter vom Ufer entfernen. Es setzt ein Schockzustand ein indem der Körper sich nur noch auf das Überleben konzentriert. Das bedeutet, wir sind aufs Atmen fixiert. Die Arme sind erschöpft und schwer. In diesem Stadium ist Eile geboten. Der Ertrinkende muss aus dem Wasser und sofort in eine warme Decke. Der Sauerstoffgehalt im Blut ist sehr gering und es droht eine Ohnmacht (blaue Lippen als äußeres Zeichen). Es ist egal, ob Kind oder Erwachsener, wir Ertrinken still. Bei Kindern geht das natürlich viel schneller, weshalb Eltern ihre Kinder niemals unbeaufsichtigt am Wasser spielen lassen sollten und ihnen frühzeitig auch die Gefahren erklären sollten. Schwimmkurse und auch geeignete Hilfsmittel können helfen und wenn es nur Minuten sind. Das Kind kann in Kursen lernen sich über Wasser zu halten. Denn auch der Körperschwerpukt ist bei Kindern anders als bei Erwachsenen der Kopf und sie gehen schneller unter. Kinder können auch im flachen Wasser ertrinken. Daher achtet darauf, dass sie noch Stehen können und am besten nicht tiefer als bis zum Bauchnabel im Wasser sind, wenn ihr nicht mit drin seid.


Und noch was, kühlt euren Körper langsam ab und geht langsam ins Wasser. Niemals mit dem Kopf zu erst. Dieser abrupte Kälteabsturz sorgt dafür, dass euer Herz langsamer schlägt und von ca. 70 Schlägen pro Minute auf ca. 27 abfällt. Das ist lebensgefährlich, da nicht mehr genug Sauerstoff in unsere Zellen transportiert wird und es droht ein Infarkt. Das passiert übrigens nicht nur bei kranken, sondern auch bei jungen, fitte nund sportlichen Menschen.


So viel Spaß der Sommer am See oder Meer macht so gefährlich kann es sein. Und auch in Schwimmhallen oder Thermen bestehen diese Gefahren. Ich selber habe es einmal erlebt wie ein kleiner Junge 4 Minuten mit dem Kopf unter Wasser war bis jemand sein Ertrinken bemerkt hat. Oder eine Bekannte lag mit einer Mama im Krankenhaus auf der Kinderstation, weil das 2,5 jährige Mädchen im knietiefen Wasser gestürzt war und nicht alleine aufstehen konnte. Der Boden war wohl zu schlammig und sie kam nicht hoch. Wie es ausging, weiß ich leider nicht, aber sie lag wohl im Koma.


Also bitte, niemals ins kalte Wasser springen. Ihr seid überhitzt und riskiert einen Infarkt. Immer langsam den Körper abkühlen.

Achtet auch auf eure Mitmenschen. Wenn jemand still im Wasser treibt, ins leere schaut, der Kopf immer wieder untergeht, dann zögert nicht, sondern ruft Hilfe. Rettet selber bitte niemals ohne Hilfsmittel auf tiefem Wasser. Es besteht auch für euch Lebensgefahr.

Lasst eure Kinder niemals ohne Aufsicht am Wasser spielen und achtt auf Schimmbretter, Schwimmflügel, Poolnudeln oder Schwimmbojen. Es geht oft um Minuten und jede ist kostbar, wenn es um die Rettung geht.





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