Atemwegserkrankungen bei Kindern

Nachdem nun leider auf Grund einer Internetstörung zwei Wochen lang kein Beitrag von mir veröffentlicht wurde, freue ich mich in dieser Woche um so mehr endlich wieder einen Beitrag verfassen zu können.


Am 21.09. habe ich bereits einen Beitrag zum Thema Immunsystem gemacht. Australische Ärzte haben bereits im Spätsommer festgestellt, dass immer mehr Kinder, vor allem Kleinkinder am RS Virus erkranken und das mit schweren Verläufen. Schuld daran sind die Hygienemaßnahmen wie Maske tragen, Abstand halten und ständiges Waschen und Desinfizieren. Ich hatte darauf hingewiesen, dass das auch in Deutschland so kommt, was nun der Fall ist. Ärzte sind besorgt und in Krankenhäusern sind Kinderstationen übermäßig voll mit Kindern, die an Atemwegserkrankungen leiden und teilweise sogar beatmet werden müssen. War es das Wert? Diese Kinder leiden nicht an Corona und hätten sie es, wären die verläufe wohl weniger schlimm. Nein, wir haben uns das selber zu zu schreiben. Aus Angst vor einem Virus, bei Millionen von Viren, der eine unter 1%ige Sterberate hat, haben wir die Gesundheit unserer Kinder auf s Spiel gesetzt.


Was ist passiert? Durch unsere wunderbaren AHA - Regeln kamen auch unsere Kinder mit weniger Viren und Bakterien in Berühung. Das hat zur Folge, dass sie weniger krank waren, was erstmal gut klingt. Nun muss man wissen, dass sich bis zum ca. 10. Lebensjahr unser Immunsystem erst einmal aufbauen muss. Gerade Kleinkinder, also unter 3 Jahre, haben ein geschwächtes Immunsystem. Logisch, denn unser Immunsystem muss erst einmal trainiert werden und Killerzellen bilden. Das geht nur, wenn wir den Kontakt mit Keimen zulassen und nicht verhindern. Es ist normal, wenn Kinder im Jahr 6-10 mal leicht bus mittelschwer krank sind. Der Körper weiß dann bei erneuter Infektion, was er zu tun hat und die nächsten Ansteckungen verlaufen milder bzw. sogar symptomlos. Das ist immer so und nicht erst ein Corona.Phänomen oder etwas, was wir uns erspritzen lassen müssen. So funktioniert unser wunderbarer Körper mit seinem Immunsystem.


Was können wir nun tun? Die Ursachen kennen wir jetzt. Ist leider nicht mehr umkehrbar, aber hoffentlich für viele eine Warnung, dass Isolation nicht gut ist. Haben eure Kinder Fieber, dann solltet ihr auch drinnen bleiben. Der Körper wird durch die Temperaturunterschiede weiter gestresst und hat noch mehr zu tun. Bei Fieber heißt die Devise: Ruhe. Es ist ok mal 1, 2 Tage einfach drinnen zu bleiben und sich auszukurieren. Lüftet immer gut und wenn das Fieber weg ist oder gering, dann geht raus. Denn in allen Fällen ist frische Luft und natürlich Sonne zur Vitamin D Bildung einfach das Beste. Gerade bei Husten und Schnupfen können die Kinder draußen besser atmen und schlafen oft in den Wagen und Buggys ein. Nochmal zum Fieber: Es ist super, wenn eure Kinder fiebern, denn Fieber ist kein Symptom einer Krankheit, sondern eine Aktivierung des Immunsystemy. Es reagiert auf einen Keim und will ihn bekämpfen. Daher lasst eure Kinder auch mal fiebern. Senkt ihr immer gleich, zögert ihr Krankheiten in die Länge. Beobachtet eure Kinder doch mal. Spielen sie, trinken sie und sind ansonsten gut drauf, ist doch alles gut. Wenn ihr merkt, sie kommen nicht zur Ruhe, wollen nicht trinken und sind weinerlich, dann gebt was. Das ist wohl das Problem unserer Zeit. Viele geraten in Panik, wenn das Kind krank wird und fiebert, aber es hat kaum einer Lust und Zeit sein Kind zu beobachten und das ist das Wichtigste. Zeit, Nähe, Liebe. Ein Kind, was gekuschelt wird, was Nähe genießt und umsorgt wird, wird schnell wieder gesund. Denn Berührungen sind nachweislich sehr gut für unser Immunsystem. Wir sind eben soziale Wesen. Ich gebe euch gerne eine kleine Empfehlung zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. In allen Fällen gilt aber, seid ihr unsicher, geht zum Arzt, habt ihr Angst, geht zum Arzt oder aber sprecht mit eurem Kinderarzt alternative Behandlungsmethoden durch und ab.


Bei trocknem Husten könnt ihr euch Thymianwickel holen oder Ingwermehl, wenn es schleimig ist und die Bronchien belegt sind und die Atmung schwer und pfeifend ist. Das Mehl rührt ihr einen TL auf 200 ml warmes Wasser an und legt ein Tuch rein. Danach gut auswringen um die Brust wickeln. Darüber noch ein Tuch, damit es nicht zu sehr nässt und gleichzeitig wärmt. Lasst es ca. 30 Min. drauf und wiederholt das zwei mal täglich. Ingwer ist bei Erkrankungen und Entzündungen ein echter Alleskönner und löst den Schleim. Macht das ruhig eine Woche, auch wenn es schon besser wird. Gerade bei Babys sollte man mit Medikamenten ja vorsichtig sein und es gibt auch nur wenig. Ich bin ein Freund der Homöopathie und Naturheilkunde. Daher würde ich bei Babys und Kindern immer erst einmal damit beginnen. Aconitum D6 könnt ihr beispielsweise bei Fieber geben (bis drei Jahre 4 x 5 Kügelchen). Phosphorus D8 (2 x 5 Kügelchen) hilft bei starkem Husten und Bronchitis. Achtung: Phosphor gibt man nicht am Abend, dann können die Kinder nicht schlafen. Phosphor könnt ihr Kombination mit Tartarus D4 Pulver/ Verreibung geben. Hiervon 4 x täglich eine Messerspitze. Es obliegt natürlich jedem, was er tut. Es ist auch nur meine Erfahrung und Empfehlung. Sprecht gerne mit eurem Arzt, der euch die Präparate auch verordnen kann. Solltet ihr eine Verschlechterung feststellen, das Fieber gar nicht mehr sinken (denn das ist wichtig) und der Allgemeinzustand des Kindes einfach schlecht sein, also es spielt nicht, will sich nicht bewegen oder gar Trinken, dann sofort zum Arzt. Auch Zwiebelsäckchen im Schlafzimmer verschaffen bei Husten Linderung und machen die Nase frei. Das gefällt natürlich meist den Eltern nicht, weil es natürlich intensiv riecht. Aber die Zwiebel ist ein wunderbarer Ersthelfer bei Krankheit. Ihr könnt die Zwiebel und zusammen mit Thymian kurz erwärmen und dann in ein Säckchen tun. Alternativ könnt ihr auch eine Schale Wasser mit Zwiebel erhitzen, nicht kochen, und in das Zimmer stellen. Das heiße Wasser befeuchtet gleichzeitig die Atemwege, die in die Jahreszeit besonders trocken sind. Inhalieren mit Kochsalzlösung ist da auch eine Option, wenn das Kind das schon mitmacht. Bitte nicht wie früher kochend heißes Wasser in eine Schüssel geben und Handtuch über den Kopf. Ihr verbrennt die Schleimhäute. Bitte auch keine scharfen Düfte hinzu geben. Bei Kleinkidnern und Babys bitte schon gar keine Minzöle. Wenn ihr so inhalieren wollt, dann nur warmes Wasser in eine Schüssel geben. Ansonsten gibt es Inhalatoren, auch leise Ultraschallinhalatoren, was bei kleinen Kindern oft besser klappt. Kochsalzlösung (NaCl) zum Befeuchten reicht da völlig aus. Ins Zimmer könnt ihr dann gerne eine Schüssel heißes Wasser stellen, aber bitte so, dass niemand ran kommt und sie umstoßen kann. Zwiebeln, Thymian oder auch Babix-Öl hinein und fertig.


Gerade November bis Februar sind die typischen Pseudo-Krupp Monate, da es nass und kalt draußen wird und drinnen die Heizungen laufen. Lasst eure Kinder niemals warm schlafen. Ideal sind 18-20 Grad. Auch oder besser gerade bei Krankheit. Pseudo-Krupp sorgt dafür, dass eure Kinder nicht richtig einatmen können. Es kommt vom Kehlkopf. Ihr hört ein deutliches Pfeifen beim Einatmen und eure Kinder wirken als würden sie ersticken. Erste Reaktion: Ruhe bewahren, damit eure Kinder auch ruhig werden. Der hektische Partner geht bitte und kümmert sich im Falle um das andere Kind oder ruft schon einmal den Notarzt. Eine erste Hilfe wäre: Ihr geht ins Bad und stellt die Dusche auf heiß und öffnet das Fenster, damit kalte Luft reinkommt. Deckt das Kind bitte zu und setzt eine Mütze auf. Habt ihr kein Bad mit Fenster, dann öffnet woanders das Fenster. Die kalte Luft wirkt abschwellend. Wenn das Kind sich beruhigt hat und der Anfall vorbei ist, könnt ihr auch kühles Wasser zu trinken anbieten. Manche Kinder haben das tatsächlich öfter und insgesamt sagt man, dass bis zum 10. LJ Kinder dies bekommen können. Es kann mitten in der Krankheit auftreten, aber auch den Beginn einer solchen einleiten. Oftmals liegt aber wirklich schon eine Krankheit vor, weshalb sich der Kehlkopf zu schnürt. Habt ihr öfter damit zu tun, sprecht auch hier mit eurem Kinderarzt. Vorbeugen kann man leider nicht. Aber ihr könnt euch für schwere Anfälle Rectodelt-Zäpfchen besorgen, für leichtere Anfälle gibt es Spongia-Kügelchen. Auch Pulmicort könnt ihr in euren Vernebler tun und geben oder für den Fall, dass es schnell gehen muss, gibt es Infectokrupp, was ihr in den Rachen sprühen könnt. Wie geschieben haben wir gerade die klassische Jahreszeit dafür und ihr könnt es leider niht verhindern. Daher schlaft doch bei eurem Kind, wenn es krank ist, damit ihr es auch nachts beobachten könnt und sofort da seid. Bitte lasst die schlafräume kühl und auch lieber etwas kühler als zu warm. Haltet die Schleimhäute feucht. Inhalieren kann man auch im gesunden Zustand immer mal wieder oder aber Meersalznasentropfen am Abend geben. Das wichtigste ist immer: Ihr behaltet die Ruhe und nehmt euer Kind und öffnet sofort erst einmal das Fenster. Frische Luft ist das beste und einzige, was hilft. Fenster auf (Kind bitte bedecken!) und wenn ihr die Möglichkeit habt, heiße Dusche an. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei. In der Regel war es das auch und es folgt kein weiterer Anfall. Gerade bei kleinen Kindern und beim ersten Mal, ruft ihr den RTW. Danach unbedingt mit eurem Kinderarzt reden und schlagt gerne meine Empfehlungen vor (Pulmicort für den Inhalator, Spongia-Kügelchen, Infectokrupp-Spray und natürlich für den Notfall Rectodelt-Zäpfchen).


Kommt gut und gesund durch den Herbst und vergesst niemals, euer Immunsystem ist euer bester Schutz!











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